WTO KILLS PEASANTS! Welthandelsorg. tötet Bauern!

7.9.2018 admin GÄSTEBUCH-Einträge

La Via Campesina, 3.September, Harare:
Die WTO und eine Menge multilateraler und bilateraler Freihandelsabkommen haben kriminelle
Ungleichheitsniveaus geschaffen:

Globale Organisationen wie die Welthandelsorganisation (WTO), die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IWF), die direkt und indirekt eine Vielzahl multilateraler und bilateraler Handelsabkommen fördern, haben in dieser Welt ein kriminelles Ungleichheitsniveau geschaffen, wonach wie berichtet 82% des weltweiten Wohlstands jetzt von lediglich 1% der Bevölkerung kontrolliert werden. Der Welthunger ist wieder auf dem Vormarsch, die Ernährungssouveränität der Menschen stark bedroht.
Dazu kam es auf der Basis eines sieben Jahrzehnte währenden beharrlichen Pushens neoliberaler Politik, die weltweit „freie Markthandelsregimes“ forderte. Privatisierung und Deregulierung, entstanden als Folge eines solchen Vorstoßes, haben die Reichen offensichtlich reicher gemacht, während Armut und Welthunger weiterhin auf einem erstaunlich hohen Niveau verharren.
Das ist eine unverzeihliche Straftat, die den Zweck der Existenz dieser Institutionen und der von ihnen geförderten Freihandelsabkommen in Frage stellt. Alles, was diese Abkommen sicherstellen, ist die Freiheit multinationaler Konzerne, billige Nahrungsmittel in wirtschaftlich schwächere Länder zu verklappen, nachdem sie von ihren reichen Regierungen fette Subventionen erhalten haben.
Dieses Dumping und der Drang nach einem industriellen Landwirtschaftssystem haben Nahrungsmittelkörner als Handelsware betrachtet, als Ware, auf die spekuliert werden kann – mit Bauern und Familienbauern, die selbst die Kosten des Anbaus nicht decken können. Es hat ländliche Bauerngemeinschaften, Fischer und unsere Bauernmärkte zerstört. Die zunehmende Privatisierung von Dienstleistungen hat die Lebenshaltungskosten erhöht, während das Einkommen der bäuerlichen Haushalte gesunken ist. Die daraus resultierende Kreditnot hat Millionen von Bauernhaushalten in eine tiefe Verschuldung getrieben.
Dieses industrielle System der Landwirtschaft, das vom kriminellen Trio aus WTO, Weltbank und IWF gefördert wurde, hat zur Konsolidierung und Kontrolle der globalen Nahrungskette in den Händen weniger Agrobusiness-Unternehmen geführt und dabei verheerende Auswirkungen für den Planeten, seine Menschen und alle hier lebenden Arten geschaffen.
BILDUNG, AGITATION, ORGANISIEREN!
Um diese extreme Verletzung der ländlichen Seite zu verdeutlichen, nahm sich Lee Kyung Hae -Reisbauer aus Südkorea und führend in unserer Bauernbewegung- am 10.September 2003 sein Leben vor den Toren des Ministertreffens der WTO in Cancun in Mexiko. Während Lee sein Leben opferte, um die Verbrechen der WTO und der Freihandelsabkommen anzuprangern, hielt er ein Schild mit der Aufschrift „WTO Kills Farmers“.
Seit diesem Tag begehen wir den 10.September explizit als globalen Aktionstag gegen WTO- und Freihandelsabkommen und mobilisieren unsere Bauern und Bäuerinnen gegen den Angriff der globalen Kapital- und freien Marktwirtschaft. Wir haben die WTO auf allen seitdem abgehaltenen Ministertreffen durch direkte Aktionen angeprangert.
Auch in diesem Jahr werden wir den Widerstand fortsetzen. Zahlreiche multilaterale und bilaterale Abkommen wie RCEP, CPTPP, EU-Mercosur, CETA und mehr werden von Staaten und globalen Gremien hinter verschlossenen Türen ohne Rücksicht auf Demokratie und nationale Souveränität ausgehandelt.
Zum 10.September appellieren wir an alle unsere Mitglieder, Verbündeten, Unterstützer/innen in den Städten und auf dem Land und an alle Freund/innen: Organisiert Märsche, öffentliche Treffen und ländliche Aktionen, die weiterhin die Existenz der WTO, der Weltbank, IWF sowie die Details dieser Vereinbarungen anprangern, welche den Menschen die Ernährungssouveränität zu nehmen drohen, um die Expansion von Märkten für multinationale Agribusinesses zu ermöglichen.
Lasst uns alle in unserer eigenen dezentralisierten und vielfältigen Art und Weise des Kampfes den Ruf von Lee Kyung Hae wiederholen: „WTO und Freihandelsabkommen töten Bauern“.
La Via Campesina wird demnächst eine massive Mobilisierungsaktion gegen das kriminelle Trio aus Weltbank, IWF und WTO bekanntmachen. Wir fordern alle Mitglieder auf, zusammen zu stehen und die Macht des Widerstands der Menschen zu zeigen. Vorwärts, jetzt!
WTO TÖTET BAUERN!
NEHMT LANDWIRTSCHAFT HERAUS AUS ALLEN FREIHANDELSVERHANDLUNGEN!
WIR WOLLEN LEBENSMITTELSOUVERÄNITÄT, NICHT FREIHANDEL!


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