Bio Baiardo: Von ersten Schritten eigener Weinherstellung…

3.3.2020 Giorgio Naturprodukte SEIFE Tee Pesto

…bis zur Umstellung auf Verjus-Produktion – unter dieser Überschrift haben wir auf unserer Homepage seit 2010 allweil einen kurzen Jahresüberblick zum Alltag auf dem Posto TMM geliefert (ebenda die Unterseite biobaiardo.html, Geschichten vom Leben zwischen Bergen und Meer). Dort sollen allerdings nur die aktuellsten 5 Jahre stehenbleiben, so dass sich hiermit an dieser Stelle eine hübsche kleine Chronik über volle 10 Jahre ergibt, die uns im Rückspiegel stellenweise auch selbst noch überrascht:
2010 war ja ein gutes Trauben- und auch sonstiges Erntejahr, auch weil die Kultivierungsarbeiten diesmal schon wieder etwas runder organisiert und durchgeführt werden konnten. Allenthalben gab es satte Steigerungen im dreistelligen Prozentbereich, insbesondere beim Obst. Dennoch hat es vorerst nur für Säfte gereicht, dafür aber viel und vom Feinsten mit Traube, Apfel, Pflaume… Lecker Feigenmarmelade, hervorragende Himbeer-, Estragon- und ähnliche Essige, Rosmarin- und Lavendelöl, Salbei-Honigseifen sowie die noch ausstehende Esskastanien-, Oliven- und Kaki-Ernte ließen uns frohgemut voraus und zurück auf die Campagna blicken.
2011 hat immerhin schon mit einem erstklassig gelungenen Naturbier begonnen. Eine ansehnliche Word-DOC-Liste feiner Naturprodukte (für DOCs ist Mitglieds-Login erforderlich) in kleineren Privatmengen haben wir mittlerweile auch schon zu bieten, basierend auf erstklassigen natürlichen Rohstoffen wie z.B. Hochlagen-Kräutern aus 800m oder der weltbesten Olivensorte Taggiasca. Außerdem konnten endlich mehrere Wander-Routen 100%ig klargemacht werden, was ziemlich viel Aufwand bedeutet, da das Gelände so hohe Anforderungen an Wegefindung, sinnvolle Verknüpfung, Einbezug eventueller Übernachtungsstätten oder Gehzeiten-Management stellt, dass hinter jedem erschlossenen Wanderkilometer eigentlich Blut, Schweiß und Tränen von 10 tatsächlich durchgewalkten Kilometern stehen.
2012 gewann unser Wegenetz spürbar an Gestalt. Die jeweiligen Jahresplanungen der OUTDOOR-Touren mit zeitnaher Aktualisierung finden sich bereits detailliert auf unserem LIGUR!BLOG. Dort ist auch nachzulesen, dass es inzwischen einige zusätzliche Trekking-Formate gibt, z.B. die Women-Only-Tours, den Slow-Foot-Modus sowie FöF, unsere Abholtouren zur Förderung naturnaher Fußgängerei. Speziell zu den geführten Halb- und Ganztagstouren halten wir inzwischen auch einen erstorientierenden griffigen Überblick als Word-DOC anklickbereit. Ein mehrseitiges Gesamt-Tourenheft ist nun ebenfalls online.
2013 und 2014 waren außerdem sehr witterungsproblematische Jahre, in denen wir uns umso stärker den Raffinessen unserer Feinkost- und Naturseifenherstellung widmen konnten. Wer hier direkt auf „4,8 SPEC!ALS“ klickt, wird staunen, was für eine Vielfalt edler und leckerer Sachen wir auf unserer Naturalien-Palette schon regelmäßig aufzuweisen haben: Neben den handgefertigten Seifen mit selbst destillierten ätherischen Ölen aus bester ligurischer Hochlage ebenso Badesalze und Body-Splash, feine Essige und Öle, Kräuter, Pesto, Tee, Met, Liköre, Workshops, Exkursionen…
2015 kam ein neuer Star auf unsere Bühne: Das Sorgenkind Weinbau wird jetzt auf den Saft der grünen Trauben umgestellt – Verjus, der olle „Agrest“ ist wieder da, auch bekannt als „Grand Cuisinier“ der Edel-Küche, weil seine Säure milder und sein Aroma reicher als bei Weinessig bzw. Zitrone ist.
2016 begann’s mit der ersten „Grünen Matrix“, den Vereinsnachrichten von AGRÖK/n.e.V. zur Förderung agrarökologischen Denkens, Handelns und Wirtschaftens weltweit, in den wir unser Projekt inzwischen konzeptionell eingebettet hatten. Und was das Weltweite betrifft, so verläuft die agrarökologische Entwicklungsrichtung natürlich klar von Süd nach Nord: Spivak’s „Learning to learn from the subaltern“ eben. Eine kleine Erfolgsgeschichte i.d.S. war irgendwie auch die Kreation unserer Nocciolata Megliùtella, weltbeste Haselnussschokocreme und maßgeblich von einem lieben Bad-Girl angetrieben, das uns für einen durch besonders nettes Verhalten in D-land verdienten Langzeitaufenthalt hier im Projekt begleitete.
2017 kam zur inzwischen schon mächtig umfangreichen Naturprodukteliste (die im weiteren Sinn auch geführte Wandertouren und selbstmachbefähigende Oikos-Workshops enthält) wie immer noch was Neues hinzu: Ca‘ d’India z.B. (eine Tinktur aus den hier eher seltenen Rosskastanien, aus denen wir übrigens auch unser Waschmittel herstellen), eine messerscharfe Habanero-Paste aus dem neuen Peperonibau oder Assenzio, der ligurische Absinth aus unserer Liköreria. Für aktuelle Naturalia-Neulinge <– hier klicken! Speziell zu den geführten Halb- und Ganztagstouren halten wir inzwischen auch einen erstorientierenden griffigen Überblick als Word-DOC anklickbereit. Ein mehrseitiges Gesamt-Tourenheft ist nun ebenfalls online. Und wer Schluckauf kriegt, weil solche Touren Kostenbeiträge erfordern, denkt einfach dran, dass hinter jedem erschlossenen Wanderkilometer eigentlich Blut, Schweiß und Tränen von 10 tatsächlich durchgewalkten Kilometern stehen – und es ohne Guide bloß ausgetretene Bahnen, Straßenhaatsch oder Macchia-Verirrungen gibt.
2018 war geprägt von sich -auf kleinfeinem Niveau- verstetigenden polyglotten Besuchen lieber und interessierter Menschen, die gerade das einfach Naturnahe hier suchen und finden. Silvane Sammelgänge für Pilze, Bergspinat oder Esskastanien, dazu gemütliche Leckersachen- und Likördegustationen mit und ohne Pizza aus dem Steinofen machen so halt einfach Spaß… (wie gelingende Neukreationen in der Saponeria ebenso, denn zu Mandel- und Ziegen- gesellen sich nun auch exquisite Schafsmilchseifen).
2019 brachte auch wieder solche und andere magische Momente (wie die nunmehr 2 Schlangenadlerfamilien am Himmel unseres relativ jungen Parco Naturale Regionale Delle Alpi Liguri), aber ebenso einige ökonomische Rückschläge. La Via Campesina ist eine steinige; viel Arbeit an 7 Tagen jede Woche – und das unterm Strich für meilenweit hinterm Mindestlohn. Schon im Winter werden ja wieder Seifen produziert (die neu eingeführten Schafsmilchseifen brauchen wie Mandel- und Ziegelmilchseifen zur Herstellung nullnahe Tieftemperaturen) und noch im Vorfrühling Kräuter, Bärlauch, Duftveilchen u.ä. gesammelt – für Pesto und Perfettamore (das ist der im benachbarten Französischen als Parfaît d’amour bekannte Verliebtenlikör). Mit Treber aus dem Bierbrau-Workshop haben wir eine coole Handwerkerseife kreiert und die beredt wirksame Cellulina dokumentiert ebenso wie diverse Salben und Hydrolate, dass die heilkundliche Profilierung bei uns schon ziemlich selbstverständlich geworden ist.

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