Goldener Herbst: Jetzt in 14 Tagen vom Genfer See auf MTB-Transalp über unser Posto ans Mittelmeer!

23.9.2020 Giorgio Newsletter Technix IMPRESSUM

PRESSFRISCHE SINGLE-AUSKOPPLUNG aus dem Newsletter #40 (Aug.’20):
MOUNTAINBIKE-TOUR FÜR GEÜBTE – In einem Interview zum 30jährigen Jubiläum der ersten kompletten Alpenquerung mit Mountainbike hat sich deren Begründer neulich darüber gefreut, er werde „eines sicher nicht mehr erleben: dass einer mit einem 25 kg schweren E-Bike die Heckmair-Route macht.“ Nach 2jähriger Tourenvorbereitung war der Oberstdorfer Bergführer, MTB-Pionier und spätere Bike-Shop-Betreiber 1990 bereits 49jährig mit 2 wohltrainierten Spezis (einer davon Ex-Bahnrad-Weltmeister Strittmatter) in 5 Etappen über den Passo del Campo am Adamello zum Gardasee gerauscht. Am besagten Pass gehörten allerdings „mindestens 4 Stunden Schieben und Tragen im alpinen Gelände, rauf wie runter“ dazu – und das ist nur die heftigste Fußpassage der Tour. Schon da hat sich die Spreu vom Weizen getrennt, denn von vielen MTB’lern wurden gerade solche Alleinstellungsmerkmale „ziemlich kritisiert“. Weil sie primär auf semi-sportlich bequemen Bergkonsum im Vorbeifahren orientierten, haben sie den archimedischen Punkt glatt verpasst und sind folgerichtig heute auch beim unsportlich motorisierten E-Bike angelangt. Der Heckmair-Transalp nämlich hat eine MTB-Alpenquerung stattdessen klar und urig definiert als alpine Unternehmung mit Fahrrad adabei und „keinen unnötigen Schlonz“. Das ist allgäuerisch und bezeichnet sowas wie das Gegenteil der italienischen ‚Direttissima’, etwa „den Passo del Campo weiträumig auf Teerstraßen umfahren, aber dann ist die Tour eine andere und sie ist nicht ‚besser’.“[1] Also: Möglichst gerade durch, Asphalt meiden, Übergänge mit bis zu 49% Fußpassage freudig annehmen und dass auf Wanderwegen prinzipiell die Wandernden Vorrang haben – ist eh’ klar.
Dass das Original auch 30 Jahre später noch praktiziert wird, hat jüngst Traian Grigorian (plus Begleiter Patrick) mit einem MTB-Transalp vom Genfer See ans Mittelmeer wieder gezeigt. In 14 Tagen bei durchschnittlich 2000 Aufstiegs-Höhenmetern (Andi Heckmair machte bis zu 2500) geht es –für normal trainierte und alpin geübte Bergradelnde durchaus nachfahrbar– vom klassischen Startort am See zunächst scheinbar lieblich-voralpin durchs französische Beaufortain und die Vanoise unterm Mont Blanc vorbei übers Queyras zum Monviso ins Italienische. Schon bis hierher berichtet er von vielfältigen Abenteuern und Schönheiten auf der Strecke, die Schönheit noch unterstreichenden Kontrasten in Ski-Einöden und kontemplativen Fußpassagen mit geschobenem oder getragenem Fahrrad – denn selbstverständlich werden entsprechende Gebote auch in diversen Nationalparks befolgt. „Konflikte zwischen Wanderern und Mountainbikern gibt es nicht. Kulturell genießt der Bergradler im Süden eine generelle Wertschätzung, hinzu kommt, dass wir uns zu benehmen wissen und gerne mit anderen Naturliebhabern ein paar nette Worte wechseln“. Trotz dieser wärmenden Worte verlassen wir Traian und Patrick[2] mitten auf Etappe 11 noch vor dem Monte Omo, nämlich am Colle Valcavera (2410m) runter übers Rifugio Carbonetto (1874m) ins Vallone dell’Arma, um bei Demonte die Stura (730m) zu queren und über Entracque auf unsere geliebte GTA[3] aufzusteigen, die wir kurz vor Trinita auf 1020m erreichen. Auf der GTA und nach dem Colle di Tenda dem GR52a geht es über Fort Tabourde direkt nach Tende und weiter nach LaBrigue – und von dort haben wir den Weiterweg zu uns nach Vignai bereits detailliert beschrieben[4], das am 13.Tag erreicht wird. Auch auf dieser Variante klappt es also am nächsten, dem 14.Tag ganz locker mit dem Wellengang ins Mittelmeer – und auf der alten Küstenbahntrasse verläuft an unserem Strandabschnitt heute sogar ein schnuckeliger Radweg von San Lorenzo 3km westlich von Imperia über Arma di Taggia und San Remo bis Bordighera. Wenn das keine Extra-Einladung ist! Zur detaillierten Beschreibung dieses alternativen Endes samt Wegeskizze click here! Weitere ANMERKUNGEN:
[1] Interview mit Andi Heckmair im „DAV-Panorama“ (Magazin des Alpenvereins) Nr.4/2020
[2] Der Tourenbericht mit Detail-Infos ist nachlesbar auf –>alpenverein.de/panorama-4-2020, der GPS-Track dazu befindet sich auf –>bit.ly/westalpencross
[3] GTA steht für die Grande Traversata delle Alpi, von deren südlichem Ende in Viozene aus ebenfalls ein Weiterweg (zum Wandern!) zu uns nach Vignai und weiter ans Meer beschrieben und online ist.
[4] Dieser MTB-Königsweg ist wie der GTA-Weiterweg in [3] über die „Outdoor“-Unterseite unserer Homepage (liguri.info) erklickbar. Die dort beschriebenen „coolen 2 Tage“ können von Transalp-Cracks wohl problemlos zu einem –langen und auslastenden– zusammengefasst werden.

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