Italien streikt! Gegen Krieg, Hetze, Waffenexport. Friedensgespräche sofort!

22.4.2022 admin ITALIEN-Hintergrundinfo

SCIOPERO! Am heutigen Freitag wird in Italien gestreikt: Gegen den Krieg und dessen Verlängerung durch Waffenlieferungen, für sofortige ernsthafte Friedensverhandlungen, gegen die –in D-land inzwischen rassistisch übergeschnappte– Kriegshetze bis zum Beginn des 3.Weltkriegs;
Vorhandene Gelder für Lohn- und Rentenerhöhung, Arbeitsrechte, Inflationsausgleich, Klimawende, Armutsbekämpfung, Soziales und Gesundheit einsetzen statt für Nato, Militär, Propaganda und Aufrüstung! Mehr Waffen bedeuten mehr Krieg, mehr Elend, mehr Armut, mehr Leichen – und doch bloß Profite für die Reichen. Wir streiken mit!
—— Von Italien lernen heißt: Besser sehen lernen (dt.: Blankoscheck zum 3.Weltkrieg) ——
Der Streiktag (initiiert von der Union der Basisgewerkschaften/USB und den Arbeiterselbstorganisationen/AL Cobas) ist hier eingebettet in eine seit Beginn des russischen Einmarschs in die Ukraine hellwache Bewegung gegen den Krieg. Vom ersten Tag an waren die PACE-Fahnen unübersehbar auch in kleinsten Städten, auf Demos wurden kriegsverlängernde oder weltkriegsvorbereitende Waffenlieferungsforderungen oder gar rechtsnationale Faschosymbole ukrainischer Mitlaufender bereits eher öfter freundlich, aber bestimmt unterbunden. In D-land hingegen fanden sich Antikriegskundgebungen erstmal regelmäßig blaugelb durch Waffenhilfs-, Flugverbots- sowie Luftschlagsappelle gekapert und dt. Friedensvögel grölten sogar noch die Nazihymne der ukrainischen Waffen-SS-Abteilung mit wie einst Rebecca Harms, die sich für ihre frenetischen Heilsgesänge von Kiew 2014 bis heute weder hörbar geschämt noch distanzierend entschuldigt hat.[1]
____Es gab –und gibt weiterhin– pfundige Aktionen wie jene ganz frühen der Genueser Hafenarbeiter/innen, die das Auslaufen von Waffenexporten blockierten oder auf dem Pisaner Flughafen deren Verladung sowie gewichtige Ansagen wie jene vorösterliche des Oberhaupts aller Katholik/innen, das verkündete, es sei „unerträglich zu sehen, was in der Ukraine passiert ist und passiert. Aber das ist leider das Ergebnis der alten, noch immer von der sogenannten Geopolitik beherrschten Machtlogik. Die Geschichte der letzten 70 Jahre beweist: An regionalen Kriegen hat es nie gefehlt; deshalb habe ich gesagt, dass wir einen 3.Weltkrieg in Portionen haben, überall ein bisschen; bis hin zu diesem, der eine größere Dimension hat und die ganze Welt bedroht. Aber das grundlegende Problem ist dasselbe: Die Welt wird weiterhin als ein „Schachbrett“ regiert, wo die Mächtigen die Möglichkeiten untersuchen, die Dominanz zum Nachteil anderer auszudehnen. Die wirkliche Antwort sind daher nicht weitere Waffen, weitere Sanktionen. Ich schämte mich, als ich las, dass sich eine Gruppe von Staaten verpflichtet hat, 2 % des BIP für den Kauf von Waffen auszugeben, als Reaktion auf das, was passiert – Irrsinn!“[2]
Streikmobi vom 21.4.in Salerno: Keinen Euro für Bewaffnung, Gelder für's Gesundheitswesen!
____Sicher, darunter befand sich auch Bankier Draghis rotbraunbunte Koalitionsregierung[3], aber die Durchsetzung der Kriegsausgaben fiel angesichts in der Öffentlichkeit sicht- und messbar demonstrierter oder auch unüberhörbar vernünftig pointierter Kritiken in den beiden Kammern des Parlaments doch deutlich knapper aus als etwa im de facto gleichgeschalteten öffentlichen Wesen jenseits der Alpen im Land der hirnverbrannten Peinlichkeiten, wo ein ukrainischer Faschoverehrer im Botschafterkostüm in der Manier eines Donald Trump den Deutschen vortwittert, wie sie Russland zu sehen und ihre Außenpolitik zu gestalten haben, was diese wie bestellt auch dankbar abholen. Geradezu ausnahmslos machen sie mit, diese traurigen Strauchrittergestalten aller 4 Gewalten, und springen lautkläffend sich gegenseitig überbiedernd über jedes hingehaltene Stöckchen wie vor 108 Jahren die ganze kriegsgeile Politbagage, als ihr nationaler Führer zum Weltkrieg blies und keine Parteien mehr, sondern nur noch Deutsche kannte. Mal war’s ein Hohenzoller, mal ein Österreicher, nun ein Ukrainer… Was ein Trauerspiel großkotziger Feigheit und typischdeutscher Dämlichkeit, derzeit gipfelnd in amtlichen Verboten der Sowjetfahne auf Demos[a], in Strafbefehlen gegen Leute, die sich ein weißes Z auf die Heckklappe tapen[b], in atomkriegsverherrlichenden Heimatgedichtinterpretationen auf Staatsempfangsebene[c], in urgasmännischen Allmachtsfantasien der Duftmarke „sagenhaft knalltütiges Drehorgelstiftchen“ billiger Spiegelfechter und -kolumnisten[d]. So schnell wie nirgends sonst in der EU fällt bei deren Führungsmacht angesichts einer im Rahmen deutscher Osterweiterung[3] selbst unachtsamerweise provozierten „militärischen Spezialoperation“[4] vor der eigenen Haustür die meterdicke Zivilisiertheitsmaskerade und jeder Ansatz friedenspolitischer Vernunft wird stantepede niedergezischt, wie das vor 8 Jahren schon die tatsächlich mutige Sevim Dagdelen erfahren musste, als sie die kollektive Naziverleugnung mit Blick auf „den Maidan“ in Kiew und der Ukraine, salonfähig eingeführt von damals noch oppositionsgrünen Knalltüten, mit einem Brecht-Zitat beim Verbrechernamen nannte.[5]
____Nicht dass in Italien das Establishment und seine Followers weniger massiv gegen Gegner/innen der kriegsvorbereitenden Aufrüstungs- und Waffenexportbestrebungen loskeulen täten, erst recht wenn diese gleichzeitig die ausplünderische Verarmungspolitik angreifen oder dabei sogar –wie aktuell bzgl. des in Coltano geplanten Baus einer EU-Militärbasis für schnelle Eingreiftruppen– den Zusammenhang mit dem neuartigen kriegsstrategisch autonom werdenden EU-Imperialismus[6] skandalisierend ans Licht zerren; aber dass in D-land friedlicher wie militanter Pazifismus derart minoritär und isoliert im unterirdischsten Shit-Storm politischer, juristischer, administrativer und medialer Gasgranaten und Stinkbomben nachgerade eliminatorisch bis zur Unwahrnehmbarkeit erstickt wird, bildet schon eine ganz besonders ruchvlose Tradition. Karl Liebknecht hat diese –als einer der wenigen überhaupt noch erinnerten Antikriegshelden D-lands– bereits ab 1914 erfahren und miterleben müssen, dass es 10 Monate entsetzlichen Gemetzels bedurfte, bis „die Volksmassen der kriegführenden Länder“ endlich begannen, „sich aus den amtlichen Lügennetzen zu befreien“. „Der Irrwahn heiliger Kriegsziele“[7], die hysterisch angefeuerte Militärhilfsbereitschaft, die Mundtotmachung fundamentaler Gegenstimmen – das war im Land der Gasmänner und Genickschusshelden auch diesmal schon von Anfang an und auf allen Feldern so.
—— Von Italien lernen heißt: Genauer denken lernen (dt.: D-land darf diesen Krieg nicht beginnen) ——
Während etwa IL MANIFESTO hier seinen täglichen Cartoon „Lele Corvi“ auf Seite 1 mit einer stilisierten Weltkarte aufmachen ließ, wo im Norden eine einzige Heulblase mit Gejammer über den jetzt auch in Europa einbrechenden Krieg aufploppte, die gleich von 20 „Willkommen im Club!“-Stimmen aus dem Süden gekontert wurde[8] – hatte dort die bis dahin systemkritischste Satire-Anstalt im ZDF aus dem Stand nur noch Natopropaganda und Kriegskompatibles im linientreu angepassten Programm, zu dessen nicht rundweg rassistischen Punkten noch grade der brav gereimte eurozentrisch-larmoyante Gedichtvortrag eines bebrillten Biedermanns vor Bücherwand über den abendländischen Tabubruch eines Kriegsbeginns im hochgelobten Europa (in der Art vom letzten Schritt zur Hölle und „Putin tut ihn“) zählte. Das selbstmitleidige Wehklagen von Wagners darüber, dass durch den bösen Einmarsch in die Ukraine nun schon 2 Drehbücher geschreddert werden mussten (und keine/r zahlt den Mehraufwand!) und das linksmöglichste Bürgerkabarett bzgl. der so entstandenen „Sondersendung“ jetzt auch nicht so genau wüsste, was da rauskommen würde, ließ Schlimmes befürchten. Uthoffs fade Koketterie mit der ersten strafsanktionierten Kabarettsendung D-lands (weil sie einen als Russen verkleideteten Biodeutschen den fremdsprachigen Grußwortaugust machen ließen) erwies sich schnell als inhaltsleere Blenderei und was in dt.Weltkriegsvorbereitungszeiten von der Bourgeoisie jeder Färbung zu erwarten ist, wurde hoch Drei bittesehr-bittegleich auch geliefert:
____Eine –gleichfalls handwerklich– indiskutable Ausgabe, dessen Drehbuch dann offenkundig raschmal von Hennig & Wellsow on speed zusammengetackert worden war, so plump ratterte das aus dem Pro-Nato-Textbausteinekasten-Kopierer. Abgeschmackte Witze, jeder zweite ein rassistischer (antirussisch sowieso, ebenso jedoch auch biologistisch gegen Kurzwüchsige von Seiten insbsd. des anlassgemäß mal Anzug tragenden Schmocks), eklige Anschleimereien ans Herrschende im unterwürfigsten Ersuchen um Einlass in die Burg (denn man habe die gute Nato wohl doch die ganze Zeit allzu unrecht kritisiert), kaum glaubliche Sachfehler und Geschichtsklittereien am laufenden Band (so wird in historischer Pose z.B. bis in die 50er zurückgerudert auf der Suche nach einem anderen „ersten Krieg in Europa“ seit 1945, ohne den geradezu spiegelbildlich völkerrechtswidrigen Jugoslawienfeldzug 1999 überhaupt zu bemerken)… Derart grottenschlecht unter Null war das, dass doch nur die Absicht dahinterstecken konnte, den invalidierenden Ausverkauf kritischen Denkens im Rahmen nationalbürgerlicher Geistigkeit beim ersten Mobilmachungsappell satirisch vorzuführen; und gleich käme eine/r um die Ecke und würde „Äätsch, reingefallen“ kichern – aber nein! Typen wie Wagner & Uthoff waren in D-land schon immer die mit den schnellsten Schuhen heim ins Reich gutbürgerlicher Einigkeit im Kriegsrecht um irgendwas mit Freiheit, wenn’s beim Frechsein nicht mehr nur um Spielgeld geht, sondern zum weiteren Gegenhalten sogar persönlicher Mut zum Sympathieverlust gehört, von den die Coronakrise dann fortsetzenden Einkommenseinbußen ganz abgesehen.[9] …[26.4.22]… WIRD FORTGESETZT [Hier schreiben denkende Arbeiter/innen. In unserer Agrarökologie ist also in erster Linie ein Haufen körperlicher Arbeit zu schaffen, von deren Früchten wir dann auch leben müssen. Das bringt fast von selbst eine gewisse Entschleunigung mit sich, die mit dem immer schneller freidrehenden Deutschmarsch in den 3.Weltkrieg kaum Schritt halten kann oder will, denn das ist genau gut so. Wir nehmen an dieser Stelle Tempo raus und verlagern die Fortsetzung des vierteiligen Italienstreikberichts zum 1.Mai in die neue Rubrik KVFDV (Reiter rechts oben in der Leiste) ==> NO WAR but class war, yallah!]

____________________________________________________________________ANMERKUNGEN:
[1] „Erstmal“ bedeutet, dass die dt.Ostermärsche (in Italien gibt es diese Anlass-Tradition nicht) das Problem inzwischen hofftl. beheben konnten, was mit einer klaren „Nein zum Waffenexport“-Ansage leicht möglich sein sollte. Dass die Friedensmarschierenden vermehrt als „5.Kolonne Putins“ nun auch prominent aus dem Adelsgeschlecht eines verurteilten Wirtschaftskriminellen heraus namens der FDP gedisst wurden, spricht immerhin für einigen Erfolg in dieser Richtung. Im Unterschied zur eurogrünen Harms 2014, deren stündliche Vollrührung beim kollektiven Nazihymnen-Choral angesichts unübersehbarer Bandera-Porträts, Swoboda-Fahnen, bewaffneter Neonazis mit Wolfsangel-Abzeichen und brennendem Gewerkschaftshaus on top keine Ausrede zulässt, mögen die „Slawa Ukrajini herojam slawa“-SSMitsingbrüder 2022 –vielleicht– gar nicht gewusst haben, wen sie da hochleben ließen. Dann sollte das aber auch mal weithin vernehmlich so kommuniziert und nicht auf die herrschaftsgrüne Leugnungstour mit Lügen und Verdrängungsrhetorik stillschweigend entnazifiziert werden.
[2] Bei aller Liebe zu –sinnwahrenden– Kürzungen ist Genauigkeit beim Zitieren (und Übersetzen!) schon auch ein Muss, besonders wenn es mit durchaus löblichen Angriffen auf die tatsächlich ungenügende, dazu verfälschende bis verlogene Journalismusleistung heutiger selbsternannter „Qualitätspresse“ verbunden ist. Das päpstliche „Sie sind verrückt“-Zitat ist falsch reportiert, eine Mischung aus fehlerhafter Übersetzung und mangelhafter Journalistik. Mit nur etwas –wofür werden die eigtl. bezahlt?– tieferer Recherche wäre diesen fachlichen Seichtwasserenten aufgefallen, dass das der italienischen Tagespresse als Zitat entnommene „Siete dei pazzi“ erstens bloß die Verknüllerung durch einen Schlagzeilenredakteur im FATTO QUOTIDIANO gewesen ist und zweitens –im Verlauf des eigentlichen Textes, den mau dann halt auch lesen (können) müsste– korrekter als der Ausruf „pazzi!“ wiedergegeben wird. Dem entspricht die im amtlichen Original beim Vatikan abrufbare Wendung „La pazzia!“ – ‚Wahnsinn!‘ oder meinetwegen: ‚Was ein Irrsinn!‘ In D-land machen Schlagzeilenstricher auf Google-Translate-Krücken Qualitätspresse, heilix Blechle! Und sowas schreibt dann auch noch auch über Russland – Irrsinn! Franziskus‘ dahingegen überaus lesenswerten und weithin beschwiegenen Text gibt’s in voller Länge hier ==> https://www.vatican.va/content/francesco/it/speeches/2022/march/documents/20220324-centro-femminile-italiano.html
[3] Die „rotbraunbunte“ Regierungskoalition in Rom wird dominiert von sozialdemokratischen, leghististischen, fünfsternigen und parteilosen oder sonstigen Minister/innen bzw. über allen sowieso dem Draghi, der das als sowas wie eine nationale Einheitsregierung verkauft. Ohne Geschäftsbereich eingebunden ist auch Berlusconis Forza Italia. Abgesehen von einer minimalen Linken wird die Opposition primär von den neofaschistischen Fratelli d’Italia gebildet, die im rechten Lager mittlerweile mehr Zuwachs genießen als die rassistische Lega oder die faschistoide FI und sich daher mit dem PD ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Umfragewerten liefern (die beiden sind auch -mit klarem Abstand vom Rest- die einzigen Parteien über der 20%-Marke). Das M5S kann in etwa als italienische Entsprechung der dt.Ampelkoalition innerhalb derselben Partei beschrieben werden und stellt einen notorischen Faschoversteher als Außenminister, der perfekt wie Trübe & Funzel zur derzeitigen dt.Außenministerin passt.
[a] Als ob Putin Kommunist wäre oder die längst tote Sowjetunion gerade aus dem Osterschlafe auferstanden, um einen Krieg in der Ukraine zu führen.
[b] Mindestens im bayrischen Eurasburg ist schon jemand deshalb polizeilich angezeigt worden. Wegen Billigung von Straftaten können „Sympathisanten, die das ›Z‹ der russischen Streitkräfte öffentlich verwenden“, so der dortige Justizminister Eisenreich, nämlich mit bis zu 3 Jahren Haft bestraft werden. Erfahrungsgemäß reichen aber auch Bußgelder, Geldbußen oder der Entzug von Geldmitteln, Aufträgen und anderen Erwerbsmöglichkeiten zur linientreuen Disziplinierung der meisten Widerspenstigen bereits aus.
[c] Die von der grünen Zuständigen Roth ins Bundeskanzleramt zur Lesung eines Heimatgedichts eingeladene kölsch-ukrainische Sängerin Sadovska schloss –am kurz zuvor noch vom Brechmittel-Olaf höchstselbst besprochenen Rednerpult– statt der vereinbarten Erläuterungen (oder als eben ihre eigene endstufige Interpretation) einen Militärhilfe-Appell per Flugverbotszone an: „Natürlich haben wir große Angst“ vor Eskalation und Atomkrieg und dass „die ganze Welt untergeht“. Aber bloß deshalb könne man „doch nicht so einen Verbrecher wie Putin davonkommen lassen“. Und wenn eben „die Welt untergeht, weil wir der Ukraine helfen, dann soll es halt so sein.“ Amen, Asow und Kölle alaaf! Melnyk & Sadovska, das ultimative Faschidingsprinzenpaar.
[d] Schwerwaffiges Paradebeispiel journalistisch schlecht getarnten Totschlagsgebrülls wäre der geschwollene Hahnenkamm und alteweiße Pseudopunk Lobo, den sich DER SPIEGEL leistet, um seine mentalen Mobilmachungen für den 3.Weltkrieg mit pogromfähigem Hass Richtung „Lumpen-Pazifisten“ aufzufrisieren, zu denen diese unselige Armut im Geiste gleich noch die historische Gestalt eines Gandhi als „sagenhafte Knalltüte“ mit auf die Rampe stellt. Die SÜDDEUTSCHE spendiert dagegen gleich direkt dem Faschoverehrer Melnyk ein ganzseitiges Schein-„Interview“, in dem dieser eine extended version seiner unsäglichen Twitter-Posts verlautbaren darf, ohne auch nur eine kritische Nachfrage zur ukrainischen Waffen-SS, dem Nazikollaborateur Bandera oder dem 2000-köpfigen Neonazi-Bataillon „Asow“ in Mariupol gestellt zu kriegen.
[4] Die deutsche Osterweiterung ist etwas anderes als die Nato-Osterweiterung, nämlich im Unterschied zur US-geführten globalen Weltmachstrategie mit Hilfe des Nato-Apparats ein eher kontinentales Unterfangen in weit über 100jähriger Expansionstradition, nämlich zur nachhaltigen Eroberung deutscher Vormacht im slawischen Hinterhof mit Hilfe des EU-Apparats; darum ging es bereits 1999 im deutsch angeführten Jugoslawienkrieg und die eurasische Blockbildungstendenz mit seinem Konkurrenzpotential war exakt der Grund für die damalige Übernahme der Kriegsführerschaft durch die USA. Die von Russland (mit allerdings genau begrenzten Zielen) „militärische Spezialoperation“ genannte Invasion der Ukraine ist ein Euphemismus, über den die Erfinder/innen und Durchführenden solcher Monströsitäten wie „humanitäre Intervention“, „chirurgische Kriegsführung“ oder „Kollateralschäden“ zur Beschönigung eigener jahrzehntelanger Völkerrechtsbrüche und Massenmorde jegliches Aufregungsrecht verwirkt haben; von der Enkel- und Urenkelgeneration der NS-Vernichter/innen von 6 Millionen jüdischen und 27 Millionen russischen Leben ganz zu schweigen.
[5] „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer die Wahrheit kennt und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher“ warf sie den grünen Naziverharmloser/innen, namentlich der Göring-Echhardt 2014 an den verlogenen Bundestagskopf. Da distanzierten sich dann sogar die Granden ihrer eigenen Partei – und auch wenn’s der Form und nicht des Inhalts wegen war: Schande über die Linken, die eine mutige Wahrsprecherin und Genossin so im Braunregen stehen ließen!
[6] Im zwischen Pisa und Livorno gelegenen Coltano soll in einem 23000 Hektar großen Regionalpark die zur Aushebelung der geltenden Umweltschutzbestimmungen als ‚Objekt der Landesverteidigung‘ deklarierte Militärbasis gebaut werden, die den Qualitätssprung im EU-Imperialismus Richtung eigener Streitkräftigkeit markiert, der seit 21.3. die offiziell vom EU-Rat verabschiedete Militärdoktrin ist; dass der bellizistische Gegenwind auch in Italien ein scharfer ist, zeigen Polizeirazzien gegen streikaufrufende Waffenexportgegner/innen wie die USB-Zentrale in Rom, denen Anfang April dabei (im öffentlich zugänglichen Spülkasten des WCs) eine Waffe untergeschoben wurde oder ukrainische Nazis, die Antikriegsveranstaltungen wie das „Festa di cultura e diserzione“ in Bologna am 23.4. aufzumischen versuchten: „Gegen 19 Uhr hatten wir den unwillkommenen Besuch einer Gruppe von Nazi-Ukrainern. Auf der Party gab es einen Stand des Antifaschistischen Komitees von Donbass, wo zuerst ein junger Mann zu provozieren begann. Einige von uns haben Schritte unternommen, um ihn zu entfernen. Er ging telefonieren und inert 30 Minuten kamen Weitere (etwa 20). Um Hunderte von Gästen nicht zu involvieren, beschränkten wir uns darauf, diese an den Absperrungen zu halten und ‚energische‘ Reaktionen auf deren ständige Provokationen zu vermeiden. 2 der Angekommenen –perfekt als Motorradfahrer ausstaffiert– gaben an, vom ‚Rechten Sektor‘ zu sein (ukrainische Nazi-Organisation). Es gab auch ein sehr junges Mädchen mit ukrainischer Flagge in der Hand. Schließlich kam ein Nazi-Ukrainer mit der Asow-Flagge an, an diesem Punkt nahmen die Spannungen zu und wir jagten sie weg. Unserem Eindruck nach waren viele von ihnen keine neu angekommenen Flüchtlinge, sondern lebten schon länger in Italien, da sie Italienisch sprachen und verstanden. Das ist #lammmerda, die in Europa umgeht!“(übers./zit.n.==> https://contropiano.org/regionali/emilia-romagna/2022/04/24/bologna-provocazioni-di-fascisti-ucraini-alla-festa-oltre-il-ponte-0148734)
[7] Zitiert aus dem „Der Hauptfeind steht im eigenen Land“-Flugblatt (Mai 1915) / IN: Karl Liebknecht, Ausgewählte Reden und Aufsätze, Berlin 1952, S.296-301; online available ==> https://www.marxists.org/deutsch/archiv/liebknechtk/1915/05/feind.htm
[8] 21 lautete die aktuelle Anzahl derzeitiger Kriege auf der Welt Mitte April 2022 – und in nur sehr wenigen davon spielen „deutsche Waffen, deutsches Geld“ keine Rolle; sie „morden mit in aller Welt“.
[9] Auch das Begleitprogramm dieser „Sondersendung“ ließ bis über die Mitte der Aufführung weder Kontrapunkte noch gar eine kathartische Wende erkennen, sondern rahmte pflichtschuldig das antirussische Mitklatschen im Takt der Militärkapelle zum 3.Weltkrieg mit den genannten Rassismen: Biologistische leider auch bei Kebekus, der nix Besseres einfiel als die alte Leier von den Frauen, die „sowas“ wie Krieg ja nie zum Mittel der Politik machen täten (muss hier wirklich noch auf die Thatcher hingeweisen werden mit ihrem Falklandfeldzug, auf Albright und Rice, Clinton und nicht zuletzt Baerbock, angetreten um „Russland zu ruinieren“?), was mit ihrer wenige Tage später verlautbarten Staatstreuebekundung („Ich kann Witze über Putin machen und niemand bestraft mich dafür“ – wow, muss das ein freies Land sein, heldinnenhohl) doch prima ins mutbürgerliche Kampfgruppenbild mit Dame passte; und in widerlichster Blackfacing-Tradition wurden -neben den schon erwähnten Ulan & Bator- 3 weitere als Russ/innen geschminkte Biodeutsche auf die TV-Couch gesetzt, die ihre rassistischen Klischees radebrechen durften und das wahrscheinlich noch für nette und menschliche Worte hielten. Wenn solche Leute „irgendwas mit Menschen“ daherlabern, steht das nächste Rollkommando schon bereit. Die II.Sondersendung muss mau dann gar nicht mehr gesehen haben, um schon vorher zu wissen, dass die III. zum Weltkrieg dann von zu Fips Rasmussen und Andrijs Ehering mutierten Komikern für Deutschland mit Haubitzen gegen „die Orks“ und „vertierte Bestien“ geführt werden wird.

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